Archiv

 

Fake oder Fake-Fake

Wir leben in einer Zeit, in der man nicht mehr 100%ig unter Fälschung und Original unterscheiden kann. Aus meiner Sicht ein wirklich erschreckendes (wenn auch unterhaltsames) Spektakel:

http://www.spiegel.de/kultur/tv/jan-boehmermann-zdf-sagt-varoufake-ist-s...

Veröffentlicht von Verena Neumayer.
 

Weibliche Führung in einem Medienunternehmen - FIM-Veranstaltung in München

Für den offiziellen Startschuss 2015 hat die FIM-Regionalgruppe München mit Frau Sylvia Hess, Head of Legal bei der Red Bull Media House GmbH, eine Managerin gewinnen können, die interessante Einblicke in ihre Medienwelt geben wird.
Alle interessierten Frauen können gespannt sein, auf die Erfahrungen von Frau Hess als Führungskraft – insbesondere in einem Umfeld, das nach wie vor von Männern dominiert wird.
Die Gesprächsrunde führt und begleitet Dagmar Werther, Führungskräfte-Coach, Moderatorin und FIM-Mitglied der Regionalgruppe München. Im Anschluss freuen wir uns bei einem kleinen Buffet auf den gemeinsamen Netzwerk-Abend.
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Sylvia Hess hat ihr Studium der Rechtswissenschaften in Saarbrücken, Nantes und Berkeley sowie einen fachübergreifenden Aufbaustudiengang (Recht / Wirtschaft / Politik) in „Europäischer Integration“ absolviert.
Sie war als Rechtsanwältin, Syndikus, Produzentin internationaler TV-Produktionen und Geschäftsführerin mehrerer Fernsehfonds tätig. Außerdem hat sie eine theoretische Ausbildung zum Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.
Seit 2009 ist sie Head of Legal der Red Bull Media House GmbH in Salzburg und deren Tochtergesellschaften in USA und UK. Sie ist weltweit verantwortlich für alle medienrechtlichen Agenden des Red Bull Konzerns.
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Die Veranstaltung findet am 22. April 2015 um 18:30 Uhr in München statt:
Benussi Coaching
Maximilianstraße 43
80538 München

Teilnahmebeitrag:
FIM-Mitglieder - 15 €, Interessentinnen - 25 €
Wir bitten um Vorab-Überweisung auf unser Konto bei der Stadtsparkasse
FIM Vereinigung für Frauen im Management e.V.
Konto Nr. DE29 7015 0000 1001 3664 40
Swift-BIC: SSKMDEMM

Eine Anmeldung ist wegen limitierten Plätzen unbedingt erforderlich, bitte melden Sie sich bis spätestens 17. April 2015 verbindlich an! Sollten Sie trotz fester Zusage nicht teilnehmen können, würden wir Sie bitten, uns bis 20. April 2015 Bescheid zu geben, ansonsten müssen wir Ihnen leider den Kostenbeitrag in voller Höhe in Rechnung stellen. Hier geht's zur Anmeldung: https://server107.der-moderne-verein.de/portal/veranstaltungsmanager/ind...

Veröffentlicht von Verena Neumayer.
 

Management vs. Leadership

http://www.brandeins.de/archiv/2015/fuehrung/wie-funktioniert-gute-fuehr...

Der Artikel von Wolf Lotter in brandeins thematisiert auf sehr inspirierende Weise den Unterschied zwischen Management und Leadership. Wir bei Strasser & Strasser teilen seine Auffassung, dass gute Führung bedeutet, Potenziale von Menschen zu entwickeln und im Unternehmen dafür zu sorgen, dass sowohl Effizienz (die Dinge richtig tun und Qualität produzieren) als auch Effektivität (die richtigen Dinge tun und für Entscheidungen in Konflikten sorgen) von Führungskräften verfolgt werden. Am spannendsten fand ich persönlich die von Sprenger zitierte Frage „Was ist die Frage, worauf Führung die Antwort ist“. Aus meiner Erfahrung sind in unsicheren Zeiten folgende Fragen essentiell, welche Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern im Wandel im Dialog erörtern sollten:
• Was ist der Sinn dieser Veränderung? Warum brauchen wir das unbedingt?
• Was bedeutet dieser Wandel für mich persönlich? Welche Chancen und welche Risiken bringt er für mich?
• Wie kommen wir da am besten durch? Wie können wir Schaden von unseren Kunden abwenden? (Change bringt ja erst mal auch Verschlechterungen für den Kunden, bis die neue Ordnung wieder funktioniert)
• Wovon müssen wir uns verabschieden, auch wenn es weh tut?
• Was wollen wir unbedingt retten in die neue Zeit? Wofür kämpfen wir?
• Welche Werte tragen uns durch die Zeit von Unsicherheit und Wandel?
• Was sollten wir tun?
Für mich ist Leadership im Wandel, Dialoge zu organisieren als Bedingung für effizientes und effektives Handeln der Menschen im Unternehmen. So wird „unproduktive“ Selbst-Führung vermieden (jeder rennt in eine andere Richtung) und „produktive“ Selbstführung (alle richten sich aus auf das Unternehmensziel, Kunden noch besser zu versorgen mit Lösungen, die ihr Leben besser machen) angeregt.

Veröffentlicht von Dr. Eva Strasser.
 

Personenzentriertes Systemverständnis

"Das Leben ist komplex und inadäquat zu reduzieren war nie meins" - in diesem Satz zum Abschluss eines Interviews von Werner Eberwein mit Professor Jürgen Kriz fühle ich mich sehr verbunden mit dem Begründer der Personenzentrierten Systemtheorie. Welche Erkenntnisse brachte das ca. 50 minütige Interview für meine Arbeit mit Führungskräften in Veränderungsprozessen?
1. Bestätigung meines Respekts vor der Komplexität von Führung im Wandel und meinem Antrieb, Führungskräfte mit dieser Komplexität nicht allein zu lassen. Die Beschreibung, dass neue Ordnung in komplexen Anpassungsprozessen nicht linear und völlig planbar entsteht, sondern nicht lineare und teilweise chaotische Prozesse nötig sind. Dazu braucht es Dialog und Ermutigung, den scheinbaren Stillstand auszuhalten und das Vertrauen, dass die menschliche Intelligenz und die sozialen Prozesse die neue Ordnung erzeugen werden. Die Systemtheorie beschreibt hier das Phänomen der Emergenz - die neue Ordnung, die kognitive Einsicht entsteht, aber nicht immer nach Plan. Hier gilt es, Vertrauen und Geduld aufzubringen in der Führung durch die Veränderungskurve - in der Selbst-Führung und der Führung von anderen.

2. Die Kombination von vier relevanten Betrachtungsweisen für das Verstehen von Menschen und deren Reaktionen im Übergang einer alten Ordnung zu einer neuen Ordnung. Diese Übergänge sollten wir aktiv gestalten als Berater und Führungskräfte, wenn wir Neuausrichtungen von Strategien, Strukturen und Prozessen veranlassen. Kriz erweitert mein bisheriges Betrachtungsmodell der 3 Wesenselemente des Menschen (der Mensch als Körper-Wesen, als kognitiv-emotionales Wesen und als soziales Beziehungswesen) um die Dimension der Kultur, in dem die Anpassungsprozesse stattfinden. Der Kontext und die kulturelle Umwelt spielt v.a. bei Mergerprozessen eine wichtige Rolle, wenn Unternehmenskulturen "zusammenwachsen", also gemeinsam eine neue Ordnung, eine neue Kultur entwickeln.

3. Das teleologische Verständnis von Menschsein. Hier bricht Kriz das Sinnkonzept von Frankl mit dem Sinnverständnis auf einer Meta-Ebene (Lebens-Sinn) runter auf die tägliche Ebene des Handelns in konkreten Anpassungsprozessen des Alltags. Das "Ausgerichtetsein auf eine Zukunft" ist auch mir besonders wichtig, wenn wir im Change arbeiten. Was ist der Auslöser und Treiber, warum die alte Ordnung nicht mehr gelten kann? Der Sense of Urgency nach Kotter ist das eine. Aber die Vision, die erwünschte Zukunft und was sie mir persönlich bringen wird, ist als Gegenpol die Kraft, die Menschen durch den Strudel hin zur neuen Ordnung zieht. In psychotherapeutischen Prozessen ist dieser Gedanke ebenso wichtig wie für Führungskräfte im Dialog mit ihren Mitarbeitern. Hier unterscheidet Professor Kriz die Bedeutung von Sinn und Zielen im Unterschied zur Funktion von Plänen. Pläne sollte man anpassen, wenn die Umgebungsbedingungen sich ändern, Ziele und Sinn können stabil bleiben und den roten Faden durch die oft anstrengenden Anpassungsprozesse bieten. Deshalb ermutigen wir immer wieder, Sinn und Unternehmensziele, aber auch das damit verbundene Team- und Einzelziel in der Führungsarbeit immer wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Psychologie ist die Lehre vom Denken, Handeln und Fühlen des Menschen. Jürgen Kriz treibt die Frage "Wer bin ich eigentlich in dieser Welt?" und der Antrieb, in seiner Arbeit den Menschen tiefer verstehen zu wollen. Für meine Arbeit ergänze ich das durch den Aspekt "Wie kommen Menschen zu neuen Antworten, wenn sie sich in Unternehmen an neue Umwelt-Bedingungen anpassen müssen?". Diese Suchprozesse finde ich immer wieder äußerst spannend und inspirierend. Das Interview kann dazu reichhaltige Inspiration bieten - auch für Führungskräfte und nicht nur für Psychologen :-). http://systemagazin.com/personzentrierte-systemtheorie/

Veröffentlicht von Dr. Eva Strasser.