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Gastbeitrag – Führung ohne disziplinarische Macht: eine Herausforderung für Projektleiter, die es in sich hat!

„Auf der einen Seite muss ich klare Vorgaben machen und soll führen, um einen guten Job zu machen und meine eigenen Ziele zu erreichen. Auf der anderen Seite habe ich so gut wie keine Macht zur Durchsetzung in meiner Rolle!“ So oder so ähnlich berichten viele Projektleiter ihre ambivalenten Rahmenbedingungen.
Als Trainerin der Strasser & Strasser Unternehmensberatung AG habe ich kürzlich eine Trainingsreihe mit Projektleitern durchgeführt, die genau vor dieser Herausforderung stehen: Führen eines Projektteams „ohne Macht“. Was Ihnen geholfen hat, fasse ich gerne in diesem Beitrag zusammen.

Die kommunikative Kompetenz eines Projektleiters ist ein wesentliches Mittel zur Durchsetzung und letztlich zum Erreichen der Projektziele. Ich muss bereits im Vorfeld genau wissen, worin meine Einflussmöglichkeiten bestehen. Dafür ist es unerlässlich, auch die Abhängigkeit der Beteiligten untereinander zu durchschauen. Welche rechtlichen, zeitlichen und kostenbezogenen Ziele müssen erreicht werden? In welcher Klarheit, Eindeutigkeit und mit welchem Nachdruck muss ich meine Forderung an die Beteiligten formulieren?

Dabei geht es nicht um ein unverschämtes Auftreten, sondern vielmehr um eine professionelle Kommunikation. In welcher Verbindlichkeit beende ich ein Gespräch und mit welcher Klarheit gehen die Gesprächspartner an ihre ToDo‘s? Kommunikative Kompetenz der Nachdrücklichkeit von Forderungen rettet sicher nicht alle Situationen der Projektleiter, ist aber Grundvoraussetzung zur Realisierung ihrer Rolle und der kraftvollen Umsetzung ihrer Funktion.

Dazu gehören zum Beispiel folgende Themen: sich gegenüber Forderungen der Gegenseite abgrenzen zu können, nein zu sagen und eine angespannte Atmosphäre im Gespräch aushalten zu können. Es ist auch hilfreich zwischen „Person“ und themenbezogenem Interesse unterscheiden zu können, um konfliktäre Fragestellungen nicht auf eine persönliche Ebene zu ziehen. Darauf müssen die Projektleiter vorbereitet sein.

Unsere Herangehensweise ist ein konkretes, situationsspezifisches Training. Neben den Impulsen zu diversen Themen wie Rollenklärung, Führungskommunikation und Konfliktmanagement setzen wir auf Praxisbezug und Nachhaltigkeit. Wir arbeiten an konkreten Beispielen aus der Berufspraxis der Teilnehmer/-innen. Dies gibt Lernanstöße, ermöglicht Selbstreflexion und gibt vor allem Veränderungsimpulse durch kollegiales Feedback – welches auch nach der Trainingsreihe im Sinne einer lernenden Organisation intern fortgeführt werden soll. Aus unserer Erfahrung macht den Teilnehmer/-innen das Lernen im wertschätzenden Miteinander einer Gruppe von Gleichgesinnten geradezu Spaß! Endlich werden sie verstanden, weil die anderen Teilnehmer/-innen vor den gleichen Herausforderungen stehen und die gleichen, meist negativen, Erfahrungen gemacht haben.

Momentan werden wir oft von Kunden gefragt, ob im digitalen Zeitalter, in dem alles nur noch virtuell und schnell passiert, so aufwendige und zeitintensive Formate wie Trainings-Reihen überhaupt noch die richtige Herangehensweise sind.
Wir sind überzeugt davon: Ja, mehr denn je! Gerade weil Teams sich in der täglichen Arbeit nicht mehr ständig am selben Ort aufhalten und persönlich sehen, ist die Grundlage der Zusammenarbeit so wichtig! Vertrauen, Empathie und auch ein gewisses Maß an Flexibilität und Kreativität in der Art der Zusammenarbeit sind nötig. Um das zu verstehen und in unserem Beispiel einen Grundstein für den kollegialen Austausch zu legen, ist das „Retro-Präsenz-Format“ immer noch die richtige Antwort.

Gastbeitrag von Barbara Ott

 

Mensch gegen Maschine?

Mensch gegen Maschine? Oder doch lieber Mensch mit Maschine? Schon die Fragestellung beweist, welche unbewussten Ängste in unseren Mentalen Modellen über die Digitalisierung stecken. Solange wir denken, dass wir eine Gegnerschaft bewältigen müssen, gehen wir die Digitalisierung falsch an. Ein besseres Mentales Modell aus meiner Sicht: Wir gestalten aktiv unser Leben und unsere Arbeitswelt. Wir mischen uns ein, wie Digitalisierung unser Leben prägen soll und was wir nicht wollen. Wir erforschen mutig die Möglichkeiten und setzen Grenzen. Diese Haltungen brauchen wir in der Arbeitswelt 4.0, damit wir nicht eine Gruppe von "Abgehängten" schaffen, von denen im Artikel die Rede ist.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/duesseldorfer-terrasse...

Veröffentlicht von Dr. Eva Strasser.
 

Erfahrung - die sterbende Währung

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie die mutigen, entschlossenen und lernbereiten Führungskräfte finden, die Sie jetzt brauchen? Auf jeden Fall nicht, indem Sie schauen, ob der Kandidat genau die anliegenden Probleme schon einmal gelöst hat. Denn in dynamischen Umwelten und VUKA Zeiten gibt es kein "genauso". Deshalb kann ich der Autorin nur zustimmen mit ihrer These gegen die Erfahrung als hauptsächliches Auswahlkriterium.
https://www.linkedin.com/pulse/erfahrung-die-sterbende-w%C3%A4hrung-iris...

Veröffentlicht von Dr. Eva Strasser.
 

Was die Führungskraft 4.0 drauf haben sollte

Die Thesen in diesem Artikel sind lesenswert und bestätigen, was wir aus der Forschung über Neuropsychologie und Lernende Organisation wissen: Führung entsteht durch Vision, Vertrauen, Kontakt, Unterstützung, Ambition und Problemlösungsfähigkeit - auch im digitalen Zeitalter
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/beruf-und-buero/the_shift/zwoelf...

Veröffentlicht von Dr. Eva Strasser.
 

Arbeit in der digitalen Transformation - Agilität, lebenslanges Lernen und Betriebspartner im Wandel

"Arbeit in der digitalen Transformation - Agilität, lebenslanges Lernen und Betriebspartner im Wandel" ist ein Beitrag des HR-Kreises von acatech und der Jacobs Foundation. Es geht unter anderem darum, dass Unternehmen lernförderliche Arbeitsplätze bieten und die individuellen Lernprozesse ihrer Beschäftigten unterstützen müssen, um deren Selbstwirksamkeit und lebenslange Beschäftigungsfähigkeit zu fördern. Und auf der anderen Seite die Beschäftigten lernen müssen, verstärkt selbst-bestimmt und eigenverantwortlich zu agieren und auch Freizeit zu investieren, um für ihre eigene berufliche Zukunft zu lernen. Ein klasse Beitrag mit vielen Praxisbeispielen!
http://www.acatech.de/fileadmin/user_upload/Baumstruktur_nach_Website/Ac...

Veröffentlicht von Verena Neumayer.
 

Frauenpower für die digitale Wirtschaft

Am vergangenen Dienstag war es wieder so weit: die IHK München öffnete Ihr Forum für den jährlichen Unternehmerinnentag, der dieses Mal in Partnerschaft mit "PLAN W - Frauen verändern Wirtschaft" veranstaltet wurde. Über 300 Frauen kamen zum Thema Digitalisierung zusammen und es hat sich auf Grund der Vorträge und der vielen interessanten Frauen wirklich gelohnt, mit dabei zu sein.

Besonders gut gefiel mir persönlich die Key-Note von Alissia Iljaitsch, die uns Einblicke in ihre Arbeit gab und für die Virtual Reality (VR) Brillen schon ganz normal sind. In ihrem Vortrag bildete sie z.B. das Bild von Diego Rivera zur Industriellen Revolution ab (siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Detroit_Industry_Murals#/media/File:Rivera...) und zog Parallelen zur momentanen Zukunftsangst. Aus ihrer Sicht wird die VR die Realität nicht ersetzen. Vielmehr wird die VR Lust auf die Realität machen!
Das Zitat des Philosophen und Historikers Yuval Noha Harrari passte auch sehr gut in ihre Ausführungen "Seit tausenden von Jahren finden Menschen Bedeutung in Virtual Reality Spielen. In der Vergangenheit nannten wir diese Spiele 'Religionen'."

Das zweite Highlight war aus meiner Sicht das Interview von Angela Kesselring (Gründerin von PLAN W und Mitglied der Geschäftsführung SZ Scala GmbH) mit 12 Vorbild-Unternehmerinnen. Diese wurden in der Kampagne "Unternehmerinnen gefragt!" ausgezeichnet und als Role-Models vorgestellt. Unter https://open.ihk-muenchen.de/unternehmerinnen finden Sie die Namen der 12 Damen. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal herzlich gratulieren, vor allem Frau Natascha Hoffner von der messe.rocks GmbH. Durch meine Arbeit bei FIM e.V. (Netzwerk für Frauen im Management) habe ich Frau Hoffner bereits 2015 kennengelernt und fand es klasse, wie sie sich für ihr Projekt (die herCAREER Messe in München) stark gemacht hat. Das Zitat einer anderen Power-Frau aus meinem Netzwerk, passt ganz gut zu ihr: "Eine Dienstleistung ist solange vergleichbar, solange die Person, die sie erbringt, keine Persönlichkeit ist!" - da stimme ich Theresia Berger (Business & Personal Coach, Makeup Artist und Fotografin) zu 100% zu. Natascha Hoffner ist so eine Persönlichkeit und hat mit ihrem Engagement die Bezeichnung Role Model auf jeden Fall verdient!

Ich freue mich schon auf den Unternehmerinnentag 2018 und gehe mit noch viel mehr Interesse und Neugierde auf Virtual Reality aus der Veranstaltung vom Dienstag! Um es mit den Worten der IHK zu sagen "Pack ma's digital" https://www.ihk-muenchen.de/de/pack-mas-digital/ :)

Veröffentlicht von Verena Neumayer.