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Find the Beauty in the Bullshit - Teil 2

„Die Krise ist ein harter, aber effektiver Lehrmeister“ – dieser Satz hat mich heute beeindruckt. Mich begeistert vor allem der Boost an persönlichem und organisationalem Lernen in unseren Kundensystemen. In einem Unternehmen werden seit 23. März jeden Tag Ereignisse dokumentiert, die vorher so nicht möglich gewesen wären. Mitarbeiter melden sich freiwillig, um in anderen Bereichen auszuhelfen. Kritische Geister bedanken sich beim Vorstand für die gute Führung in der Krise. Die vierteljährliche Stimmungs-Messung im Unternehmen zeigt, dass sich die positive Entwicklung in Mitarbeiter-Bindung, Leistungskraft und organisationaler Gesundheit der letzten Monate trotz Krise fortsetzt. Kundenbedürfnisse führen zu Innovationen, die ohne langwierige Genehmigungen innerhalb weniger Tage realisiert werden. Menschen, denen die Arbeit mit digitalen Tools bisher eher fremd war, werden zu Zoom-Spezialisten.

In anderen Unternehmen ermöglichen virtuelle Meetings durch eine klarere Struktur und straffere Moderation, dass leisere Stimmen besser zu Wort kommen und jeder intensiver gehört wird. Wer hätte gedacht, dass der virtuelle Raum sprechen, sich gehört und einflussreich fühlen für viele leichter macht. Statt bisher 10% arbeiten jetzt gefühlt fast alle im home office – und die Führungskräfte erleben, dass alle Bedenken über Bord geworfen werden können und man einfach was probieren muss.

Kurt Lewin hat als einer der Pioniere des Change Management 1947 ein 3-Phasen Modell für Veränderungsprozesse definiert: Unfreeze – Change – Refreeze https://de.wikipedia.org/wiki/3-Phasen-Modell_von_Lewin. Für mich die größte „Beauty“: das Auftauen geht rasant schneller, der Change steigt exponentiell an, jetzt geht es darum, das Gelernte nach der Krise zu konsolidieren und zu sichern.

Was haben Sie selbst und andere in Ihrem Unternehmen aufgetaut in den letzten Wochen des shutdown? Welche Lernkurven steigen gerade exponentiell an? Wie bereiten Sie schon jetzt den Refreeze vor und verhindern Rückfälle in alte Gewohnheiten?

 

Vielen Dank für das Bild an geralt auf Pixabay!

Veröffentlicht von Dr. Eva Strasser.
 

Find the Beauty in the Bullshit - Teil 1

Find the Beauty in the Bullshit – dieses Motto habe ich mit meinen Kunden entwickelt. Ziel meines Blogs ist es, die vielfältigen Erfahrungen in der Corona Zeit für die Gestaltung einer guten Zukunft zu nutzen.

Wie wird die Welt nach Corona sein? Zu dieser Frage entwickelt der Zukunftsforscher Matthias Horx ermutigende Hypothesen.

Seine Rückschau-Technik erinnert mich an eine Methode aus der lösungsorientierten systemischen Beratung: man geht mit dem Klienten aus der Jetzt-Situation in einen Zeitpunkt, den er/sie konkret bestimmt: wann werde ich die Krise überwunden haben und stolz darauf ein, wie ich es geschafft habe? Wir nennen diesen Vorstellungsraum den "Geschafft" Zeitpunkt. Dieser Zeitpunkt wird auf einer Time Line markiert und der Klient/die Klientin stellt sich physisch dort hin. Von diesem Zeitpunkt aus spürt er/sie, wie sich dieser Geschafft-Zustand anfühlt, was er/sie tut und denkt. So wird die eigene Zukunftsvorstellung konkret – das innere Bild hilft, die jetzige Krise zu überstehen und gibt Energie, Hoffnung und Optimismus. Aus dem Geschafft-Zeitpunkt blickt man zurück und entwickelt Ideen, was den Weg in diese positive Zukunft ermöglicht hat.

Horx beschreibt seine Zukunfts-Idee für unsere Gesellschaft und Wirtschaft auf der Makro-Ebene. Für mich ist es zurzeit sehr spannend, welche konkreten Einsichten für die Arbeitswelt der Zukunft Führungskräfte gerade formulieren. Eine Einsicht, die Kunden beschreiben: wir besinnen uns auf unseren eigentlichen Daseins-Zweck, auf unseren Purpose. Wir helfen mehr zusammen, Lösungen werden schneller gefunden, persönliche Eitelkeiten werden unwichtiger. Entscheidend ist es, das Gefühl zu spüren: wir haben eine Zukunft und wir lernen jeden Tag Nützliches aus der Corona Krise.

Was ist Dein Purpose, der Dein Handeln jetzt leitet? Was ist auf einmal möglich, was Du für undenkbar gehalten hast? Was lernst Du daraus? Was heißt das für Deine Zukunft?

 

Vielen Dank für das Bild an geralt auf Pixabay!

Veröffentlicht von Dr. Eva Strasser.
 

Ich bin doch kein Anfänger!

Bildquelle: aitoff auf Pixabay

Warum sich im Berufskontext viele nicht als „Lernende“ outen wollen und mit welchen Methoden Sie als Team- oder Abteilungsleiter das ändern können!

Menschen und Unternehmen müssen sich weiterentwickeln

Die täglichen Herausforderungen im Arbeitsumfeld sind durch die aktuellen VUCA Rahmenbedingungen immens. Um die eigene Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten ist eine stetige Weiterentwicklung nötig. Die General Direktion Bildung & Kultur der Europäischen Kommission brachte bereits 2006 das Dokument „SCHLÜSSELKOMPETENZEN FÜR LEBENSLANGES LERNEN - Ein Europäischer Referenzrahmen“ heraus. Darin werden unter anderem Fremdsprachen-, Computer- und Lernkompetenzen als besonders relevante herausgestellt, aber auch Eigeninitiative und Kulturbewusstsein benannt.

Und auch aktuell liest man viel zum Thema. Ein Beispiel ist der Artikel "Flexibilität, Fortbildung - und ganz viel Fürsorge", der am ersten Januar-Wochenende im Handelsblatt erschien und "Wandel und Weiterbildung" als Trend 1 für das Jahr 2020 nennt.

Übersetzt für Unternehmen bedeutet das, dass Weiterentwicklung und Innovation die relevanten Zukunftsfaktoren sind. Das haben viele Organisationen auch erkannt. In der Realität beobachte ich in meiner Tätigkeit als Beraterin jedoch oft, dass keine Lernkultur gelebt wird.

Mit dem 3-Zonen-Modell verstehen, weshalb der Schritt aus der Komfortzone so schwerfällt

Menschen verlassen ungern ihren eigenen „Experten-Status“, um sich in einem anderen Bereich als „Lernende/r“ zu positionieren. Es bedeutet aus der eigenen Komfortzone heraus zu gehen.

Im Drei-Zonen-Modell, welches aus der Erlebnispädagogik stammt, ist gut dargestellt, weshalb dies so schwerfällt (Quelle: https://karrierebibel.de/3-zonen-modell/) und warum es trotzdem wichtig ist. Wenn wir nämlich immer nur in unserer Komfortzone bleiben, werden wir träge. Doch zu wissen und zu verstehen, dass das Verlassen der „sicheren Zone“ zwar momentan unangenehm ist, auf Dauer jedoch Wachstum und Weiterentwicklung ermöglicht ist ein guter Ansporn dafür, Herausforderungen anzunehmen.

Ein geeignetes Lernumfeld schaffen ist die Basis für organisationale Weiterentwicklung

Um eine Organisation in eine Lernende Organisation zu verwandeln braucht es viel Vertrauen in sich selbst und in die Umwelt. Und es braucht viel Reflexion – denn nur durch Reflexion sind wir fähig zu lernen. Sehen Sie hierzu einen kurzen Interview-Ausschnitt mit Dr. Eva Strasser, Change Management Beraterin und Vorstand der Strasser & Strasser Unternehmensberatung AG.
Als Team-/Abteilungsleiter sind Sie dafür verantwortlich ein Umfeld zu schaffen, in dem eine offene Lernkultur gelebt wird.

Konkrete Praxistipps für Sie als Team-/Abteilungsleiter – Persönlichkeitsfragebögen als Grundlage Stärken zu stärken – Das Lebensrad zur Standortbestimmung von Einzelpersonen

Führung bedeutet heute nicht mehr, das Wissen vorzugeben. Führungsaufgabe ist es, das Team dazu zu bringen, sich bestmöglich mit der eigenen Aufgabe auseinanderzusetzen und alle Teammitglieder dazu zu animieren eigenverantwortlich Höchstleistungen zu bringen.
Was können Sie also konkret tun?

  • Seien Sie ein Rollenvorbild
    Begeben Sie sich selbst aus Ihrer Komfortzone und entwickeln Sie sich weiter.
    Praxistipp: Outen Sie sich in verschiedenen Gebieten als Anfänger.
  • Stärken Sie die Stärken Ihrer Teammitglieder
    Unterstützen Sie Ihre Teammitglieder dabei, das eigene Potenzial bestmöglich zu entwickeln und Herausforderungen & Wachstums-Chancen anzunehmen.
    Praxistipp: Dazu eignen sich Persönlichkeitsfragebögen wie z.B. der StrengthsFinder von Gallup oder die kostenfreie Alternative Big Five. Anhand der Ergebnisberichte können Sie ins Gespräch gehen. Ob Sie Einzelgespräche oder ein Teammeeting vorziehen hängt davon ab, wie Sie den StatusQuo Ihres Teams einschätzen. Ich empfehle, auch den eigenen Ergebnisbericht offenzulegen.
    Beispiele für Leitfragen im Einzelgespräch:
    1. Welche Erkenntnisse hast Du aus Deinem Bericht gezogen?
    2. Welche Stärken siehst Du bestätigt?
    3. Welcher Stärken waren Dir nicht bewusst?
    4. Wie setzt Du Deine Stärken schon im Team / in Deiner Arbeit ein?
    5. Wie könntest Du Deine Stärken noch besser einbringen?
  • Über-/Unterforder im Team verhindern
    Achten Sie auf das Energiemanagement Ihrer Teammitglieder.
    Praxistipp: Führen Sie im Einzelgespräch eine Bestandsaufnahme durch. Wie rund läuft es in den verschiedenen Lebensbereichen wie Gesundheit, Beruf, Familie, Freizeit, usw.? Allein der Austausch öffnet einen Zugang zu den Teammitgliedern, der für gegenseitiges Verständnis sorgt. Mit Fragen "In welchem Bereich gibt es noch Verbesserungspotenzial?" oder "Was will ich konkret verändern?" unterstützen Sie Ihre Teammitglieder dabei, für sich und die eigene Energie zu sorgen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Lassen Sie uns gerne wissen, wie Sie die Praxistipps umgesetzt haben! Was hat für Sie funktioniert, was nicht? Hinterlassen Sie uns gerne Ihre Kommentare dazu!

Veröffentlicht von Verena Neumayer.
 

Reflexion statt Training

Machen Sie das auch so? Wenn Sie ein bestimmtes Thema interessiert und Sie sich Wissen darüber aneignen wollen, dann googlen Sie erst einmal. Lassen sich Treffer anzeigen. Lesen Artikel dazu oder sehen sich YouTube-Videos an, recherchieren in Wissensportalen, hören Podcasts, absolvieren kostenlose Online-Checks oder tragen sich für wöchentliche Newsletter-Challenges ein.

Information scheint schier unbegrenzt zur Verfügung zu stehen. Wie wir in der Google Zukunftswerkstatt gelernt haben: Google befriedigt weltweit etwa 9,1 Milliarden Suchanfragen täglich. 70% davon werden mit dem Smartphone eingegeben – und 97% aller Suchanfragen bestehen mittlerweile aus mehr als zwei Worten. Immer häufiger werden von uns Usern dabei ganze Fragen gestellt – die der Algorithmus bereitwillig nach den best ausgestatteten SEO- und SEA-Einträgen beantwortet. Ein bequemer Service, denn so müssen wir User vermeintlich nicht mehr unter den vielen Angeboten suchen: Wir finden unsere Antworten in unserer Filterbubble. Soweit so einfach, soweit so kompliziert.

Wer „Agilität“ googelt, bekommt im Moment beispielsweise 1.400.000 Einträge serviert, „Transformation“ erreicht 597.000.000 Einträge und „Change“ sagenhafte 5.110.000.000 Ergebnisse. Das heißt nicht, dass alles, was wir dazu im Internet finden, a) qualitativ hochwertig und b) wissenschaftlich überprüft oder c) von Experten für gut befunden ist. Natürlich nicht.

Umso wichtiger ist es für wache Mitarbeiter und Führungskräfte geworden, zu lernen, wie wir Informationen nicht nur zielführend sammeln und filtern, sondern auf Basis unseres eigenen Erfahrungshintergrunds einordnen, bewerten – und integrieren (oder eben nicht). Und daraus lernen und uns weiterentwickeln. Unterscheiden können, was „unseres“ ist, was nicht – und warum. Wie unsere Haltung zum Thema ist. Was wir mit unserer Erkenntnis anfangen, wenn das Unternehmen, in dem wir arbeiten, Veränderungen in eine ganz andere Richtung anstrebt.

Haben wir etwas gelesen, gesehen oder gehört, dann „kennen“ wir es. „Können“ geht anders. Über Erfahrung. Ausprobieren. Austausch. Lernen.

Genau hier setzt unser Transformer-Coaching an: Ein exklusives Lernformat, in dem jeder Teilnehmende Experte seiner selbst ist, sein Wissen teilt und vom Wissen der anderen profitiert. Begleitet von einem Coach mit viel Erfahrung in Transformationsprozessen. In der Gruppe. Vertraulich. Wir bieten dieses exklusive Atelier-Format für nur vier bis acht Gleichgesinnte an – und arbeiten so besonders vertrauensvoll, effektiv und wertschätzend an den individuellen Hürden und Schwierigkeiten, wenn es um Transformation und Change geht.

Einige der Gleichgesinnten haben bereits mehrere Veränderungsprozesse hinter sich, andere sind gerade mittendrin in einer betrieblichen Transformation – oder ahnen, dass da in nur wenigen Monaten das nächste große Veränderungsthema um die Ecke kommt. Auch haben wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die das Transformer-Coaching für ihre ganz eigenen, persönlichen Veränderungsprozesse nutzen – und sich in der Runde dazu Resonanz holen.

Unsere Beobachtung ist, dass viele Menschen eine Sehnsucht nach erkenntnisreicher Reflexion von Fragen und Erfahrungen antreibt. Dass schablonenhafte „Trainings“ an der Oberfläche kratzen und schnell wieder vergessen sind. Vor allem dann, wenn es um Mindset und Haltung geht. Bei uns passiert Lernen nicht vordefiniert, sondern es entsteht anhand der Fragestellungen der Teilnehmer und einer gezielten Förderung von Selbstreflexion. Den professionellen Rahmen dafür setzt Ihr Coach – und gibt Ihnen eine sichere Struktur, in der Sie sich auf Ihre inneren Fragen und Prozesse konzentrieren können.

Nächster Termin:
02. Dezember 2019, 9-18 Uhr
Transformer-Coachings können ergänzend zu oder unabhängig von unseren Change Ateliers gebucht werden. Da die Anzahl der Plätze auf acht begrenzt ist, empfiehlt sich eine zeitige Anmeldung. Die Transformer-Coachings finden in Ottobrunn bei München in unserem Zinktank statt. Mehr Infos finden Sie auf beigefügten Flyer und unter
www.transformercoaching.de – oder Sie melden sich einfach bei uns!

 

Veröffentlicht von Astrid Dobmeier.
 

Freude über unseren neuen Kunden

Wir freuen uns sehr, dass nun auch die Deutsche Bahn zu unseren Kunden zählt!

In den nächsten Monaten dürfen wir durch den Einsatz von Dr. Astrid Dobmeier unsere Expertise in einem Top-Digitalisierungsprojekt der Deutschen Bahn einbringen und wir sehen der Zusammenarbeit schon gespannt entgegen! 

Veröffentlicht von Verena Neumayer.
 

Führung im Wandel ist anspruchsvoll - als Führungskraft muss man auch unschöne Wahrheiten kommunizieren

Zwei Tatsachen werden aus unserer Sicht unterschätzt:

1) Führung im Wandel ist besonders anspruchsvoll.

2) Es liegt maßgeblich an der Führungskraft, ob ein Veränderungsprozess von den Mitarbeitenden als erfolgreicher Change beurteilt wird.

Da mittlerweile die Veränderung der neue Normalzustand ist, stellt diese Fehleinschätzung jedoch häufiger eine Gefahr dar als früher.

Unsere Mission ist es, Führungskräfte in Veränderungsprozessen zu unterstützen. Dafür gibt es unterschiedliche Hebel, an denen man ansetzen kann. Einer dieser Hebel ist eine starke & glaubwürdige Führungskommunikation. Gute Führung - oder in diesem Fall die starke & glaubwürdige Kommunikation - in Bezug auf eine Veränderung kann nicht auf externe Beratungen ausgelagert werden. Nur wenn der Mitarbeitende von der vertrauten Führungskraft erklärt bekommt, warum was wann wie geschehen wird und wie er sich einbringen kann, bleibt das Vertrauensverhältnis bestehen. Dazu gehört auch, dass Führungskräfte auch die unschönen Seiten einer Change Story kommunizieren und nicht beschönigen.

 
Lesen Sie dazu nachstehend einen Projekteinblick unserer Expertin für interkulturelles Management, Veronika Frankenberger:

Bild Veronika Frankenberger

Wie geht es uns, wenn wir von Chinesen gekauft werden? Diese Frage beschäftigt einen unserer Kunden sehr. Und das schon länger, denn bereits vor zwei Jahren wurde eine Sparte durch einen sogenannten Carve-out ausgegliedert und an ein chinesisches Konglomerat verkauft.

Das klingt technisch und kompliziert. Und das war es auch. Gerade für die Führungskräfte, die diese Change Story kommunizieren mussten. Spannend ist für unseren Kunden, dass ein solcher Prozess durchaus funktionieren kann. Und jetzt, im Rückblick, auf viel Akzeptanz stößt.
Denn: Die Change Story hat deutlich gemacht, was nicht von der Hand zu weisen war: Der Markt bewegt sich in China. Um weiterhin ein globaler Player zu bleiben, muss sich die Führung daran ausrichten. Durch alle Irrungen und Wirrungen der Veränderungen hindurch hat diese Story getragen. Das bezeichnen die Führungskräfte im Rückblick als extrem hilfreich für ihre eigene Glaubwürdigkeit. Auch wenn die Change Story selbst alles andere als „schön" war.

 

Veröffentlicht von Verena Neumayer.
 

Arbeiten im Jahr 2030

Bildquelle: Pixabay / Comfreak

Welche Werte werden wichtiger werden?

Wie motivieren wir unsere Mitarbeiter? Wir rekrutieren wir die Besten? Wie halten wir sie? Diese und weitere Fragen beschäftigen zahlreiche Management- und Personalabteilungen – und vice versa auch die Arbeitnehmer selbst.

In einem Workshop fiel zu diesem Thema neulich ein bemerkenswerter Satz. Es waren 15 Menschen zusammengekommen, um darüber nachzudenken und sich auszutauschen, was in Zukunft wichtiger oder weniger wichtig für Arbeitnehmer sein könnte. Angelehnt an die Studie www.arbeitenviernull.de, hatten die Teilnehmer in einer Sequenz vier Werte andiskutiert, die laut Studie Arbeitnehmern im Jahr 2030 wichtig sein würden. Die Teilnehmer klopften diese Werte – und Arbeit 2030 – auf sich selbst bezogen ab. In 2030 werden sie selbst zwischen 33 und 72 Jahren sein... Lesen Sie den ganzen Blogbeitrag auf DeSelfie

Veröffentlicht von Astrid Dobmeier.
 

LEGO® SERIOUS PLAY®

Im Rahmen einer internen Fortbildung zum LEGO® SERIOUS PLAY®-Moderator konnten wir Berater von Strasser & Strasser einen faszinierenden Einblick in die Möglichkeiten einer „bunten”, höchst anregenden, kreativen und dynamischen Methodik gewinnen.

Wir alle in der Gruppe sind seit vielen Jahren in der Beratung unterwegs und kennen viele Methoden und Ansätze. Gerade deswegen war die Begeisterung für LSP einhellig.

Obwohl man den LSP-Prozess erleben muss, um dessen Potenzial einschätzen zu können, hier der Versuch, so knapp als möglich das Potenzial der Methode zu skizzieren.

Einsetzbar in fast allen Themen, wo mehrere Menschen (Gruppe, Teams) über eine komplexe Fragestellung reflektieren und Lösungen finden soll. Strategieentwickung, Teambuilding an sich, Analyse und Entscheidungsfindung bei sehr unterschiedlich und vielschichtigen unternehmerischen Fragestellungen.

Die Vorzüge der Methodik: kreatives, sehr pragmatisches Erleben und Handeln – als Einzelner und als Gruppe/Team, Entfaltung eines hochproduktiven, zielfokussierten und dynamischen Prozesses, erleben und respektieren von Vielfalt individueller Wahrnehmungen und Bewertungen (Teambuilding) – dadurch auch Aufbau und gleichzeitig Reduktion von Komplexität (das Material bietet eine fast unbegrenzte Vielzahl von Darstellungsmöglichkeiten einer vorgestellten Realität (s. Ausschnittsfoto) über Handlung statt Diskussion, Schaffung einer ganzheitlichen Grundlage z.B. für strategische Entscheidungen bzw. Entscheidungsprozesse, analog-bildhaftes, hochmotivierendes und metaphorisches Arbeiten mit einer Menge Spass und positiver Teamdynamik.

Im Urteil aus unserer Beratergruppe scheint LSP mehr zu bieten als viele andere Methoden und durchaus mit diesen auch kombinierbar (z.B. Design Thinking), um eine immer komplexer werdende Realität handhabbar zu machen über die Nutzung der Potenziale von Menschen, Experten…

Viel Spass beim "Ernsthaften Spiel” (s. auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Homo_ludens)

Veröffentlicht von Georg Pfreimer.
 

Zeichen unserer Zeit

Bildquelle: pixabay wokandapix

Switchen, scannen, posten, liken – warum das Wissen um die Kommunikationsgewohnheiten junger Menschen für Führungskräfte wichtig sein kann.

Im Juli 2018 wurde das Computerspiel Fortnite ein Jahr alt. Wer sich damit nicht auskennt, weil er keinerlei Berührungspunkte zum Gaming-Sektor hat, dem sei gesagt: Das Survival-Spiel kann im nahtlosen Übergang am Bildschirm oder am Smartphone gespielt werden (ein sogenanntes „Cross-Play“), kostet nichts und setzt neue Standards in Sachen Vernetzung und Userzahlen. Worum es geht? 100 Teilnehmer spielen entweder alleine, zu zweit oder zu viert gegeneinander. Das Game verfolgt das Prinzip „Last-Man-Standing“, was bedeutet, dass der letzte Überlebende – beziehungsweise das letzte überlebende Team – gewinnt.

 

Das interessante an diesem Spiel ist, dass Elemente daraus den Alltag durchdringen. Aufmerksamen Menschen, die von Jugendlichen umgeben sind, dürften alltagsphänomenale Nebenerscheinungen wie der „Zahnseidentanz“ (engl. „Floss“) nicht entgangen sein. YouTuber Gong Bao hat dazu über 17 Millionen Aufrufe. Fortniter geben sich im realen Leben durch kleinere Gesten und Tanzbewegungen zu erkennen. Dass es auch berühmte Fußballspieler gibt, die das auf dem Feld tun, kurbelt die Popularität an. Die vielen „Involvierten“ tummeln sich schließlich auf spezifischen Sozialen Kommunikationskanälen wie Twitch oder Discord und unterhalten sich im Chat darüber.  

Entschlüsselte Signale

Kommunikationskanäle und Tonalitäten darin verändern sich rasant – und mit ihnen die Art der Kommunikation und damit häufig auch die Beziehungsgestaltung zwischen uns Menschen. Fortnite ist nur ein Beispiel dafür, wie sehr Alltagskommunikation von digitalen Erscheinungen beeinflusst werden kann. Jugendkulturelle und populärkulturelle Phänomene waren schon immer Zeichen der jeweiligen Zeit. Diese können wir übersehen und überhören oder bewusst wahrnehmen und uns überlegen, was diese uns in Bezug auf unser Miteinander in Familie, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu sagen oder zu zeigen haben.

Wir Kommunikationsexperten von Strasser & Strasser beschäftigen uns mit den Veränderungen in der Kommunikationswelt, um die Erkenntnisse in unsere Arbeit einfließen zu lassen. Schließlich ist nicht jede Führungskraft passionierter App-Nutzer und Gamer – oder hat Kinder oder Enkel, die Trend-Themen auf dem Tablett an den Frühstückstisch servieren.

Ein paar dieser Entwicklungen, die Unternehmen im Blick haben sollten, um am Puls der Zeit zu sein, lassen sich ganz gut am Beispiel von Fortnite zeigen:

Schnelles Switchen

Es wachsen junge Menschen heran, die versiert darin sind, auf unterschiedlichen Kommunikationsebenen und -geräten agil zu kommunizieren und im Eiltempo hin- und herzuswitchen.

Sie sind es gewöhnt, Push-Nachrichten schnell zu scannen, zu filtern, zu öffnen oder zu schließen, zu antworten oder es zu lassen und den Outcome verschiedener Kommunikations-Apps auf einen Blick zu bewerten und zu sortieren.

Häppchenweise Aufmerksamkeit

Mit Erhöhung der Flexibilität der Kommunikation auf unterschiedlichen Kommunikationsebenen und –geräten, nimmt zugleich die Aufmerksamkeitsspanne von uns Menschen ab.

Die Frage ist: Wie sollten Bildung und Wirtschaft damit umgehen?

Natürlich könnte man sagen: Genau das Gegenteil anbieten, nämlich entschleunigen und Achtsamkeitsangebote installieren. Ja, wenn die betreffenden Menschen den Bedarf erkannt haben, ist das sicherlich ein hilfreiches Angebot.

Ein weiterer Weg wäre, mit der Zeit mitzugehen und agiler in Arbeitsrhythmus und Arbeitsverteilung zu werden.

Projektbezogene Teamarbeit

Holen wir uns kurz ein typisches Gamer-Szenario hervor: Wer Fortnite spielt, kann das alleine tun, macht es aber häufig in Teams, in so genannten „Squads“ aus zwei oder vier Menschen. Diese Teams kommen willkürlich online zusammen, man kann vorher wählen, ob man gerne Mitspieler aus der ganzen Welt oder beispielsweise nur aus Europa haben möchte.

Diese Teams kommunizieren über Headset und haben ein Ziel vor Augen: Wir müssen uns so verständigen, dass wir gemeinsam gut sind. Wer sich im Team gegenseitig hilft und geschickt, zielführend und strategisch wertvoll austauscht, kommt gemeinsam zum Ziel. Nach 15 Minuten ist das Teamspiel meistens auch schon wieder vorbei – und es bilden sich willkürlich neue Teams. Diese Form des Zusammenspiels erfordert eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

Komplexität reduzieren

Ob ein Computerspiel wie Fortnite wegen des erhöhten Suchtfaktors gut oder schlecht ist, sei dahin gestellt, das ist ein anderes Thema. Interessant für unsere Betrachtung ist, dass es unter anderem darum geht, dass sich in diesem Spiel jeder einzelne in einer komplexen Welt zurecht finden muss. Die Spieler üben das unermüdlich.

Sehr komplex sind die Darstellungen auf dem Bildschirm: Es gibt Mikro- und Makroaufnahmen, ein diffiziles Orientierungssystem im Raum, bunte Info-Screens über den Stand der anderen im Team, Luft- und Erdbilder in allen Dimensionen. Und das alles gleichzeitig und nebeneinander. Der Wettbewerbsvorteil ist klar: Wer schnell die richtigen Entscheidungen treffen kann, liegt vorne.

Rollenvorbildern folgen

In der Community filmen oder fotografieren sich berühmte Menschen dabei, wie sie Fortnite spielen, dabei gewinnen oder verlieren, und laden dies dann in den Social-Media-Kanälen hoch. Diese Filme und Fotos wiederum sehen sich dann Millionen User an und tauschen sich über das Gesehene untereinander aus.

Der Clou: Es kann ein rekursiver Identifikationseffekt entstehen. Wenn „die Großen“ sich dabei filmen und kommentieren, was sie gut oder falsch gemacht haben und posten, was sie in der gezeigten Sequenz dazugelernt haben, lernen die Beobachtenden ebenfalls daraus – und sehen zu ihren Vorbildern auf.

Was Führungskräfte daraus ziehen können? Ein CEO, der seine Mitarbeiter an den Herausforderungen des Unternehmens durch proaktive Kommunikation teilhaben lässt, kann mit hoher Identifikation und Motivation rechnen.

Individualität wahren

Trotz der vielen Teamelemente werden auch Individualbedürfnisse der Spieler in Fortnite befriedigt – ein menschliches Grundbedürfnis: Dazuzugehören und dennoch Individuum zu bleiben.

Die Spieler können sich – je nach Spielstärke – bestimmte „Skins“ zulegen, also ein spezielles Aussehen und allerhand Accessoires, um sich von den anderen Spielern zu unterscheiden.

Kommunikation wird verschriftlicht

Die jüngere Generation bevorzugt „das Schreiben“ in den Messenger-Diensten. Wenn junge Erwachsene sich in persona treffen, kommunizieren sie häufig dennoch parallel zur Face-to-Face-Kommunikation auch noch via Messenger miteinander. Verrückt? Vielleicht – und ebenfalls ein Signal, das Fragen aufwirft.

Was bringt es einem Unternehmen, teure Intranet-Dienste einzurichten, wenn keiner den Kanal nutzt? Nur wer den richtigen Kommunikationskanal trifft oder einen installiert und richtig populär macht, weil es Sinn und Freude macht, sich darin zu tummeln, der hat eine Chance, zielführend und kanalisiert zu kommunizieren.

Junge bevorzugen Chats

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2017 zur Digitalen Kommunikation in Unternehmen hat ergeben, dass 45 Prozent der Befragten sich mit Kollegen über E-Mails austauschen, 30 Prozent über interne Chats. Bei den 14- bis 19jährigen sind es hingegen 47 Prozent, die interne Chats bevorzugen. Und diese treten morgen und übermorgen in die Unternehmenswelt ein. Darunter werden auch zukünftige Führungskräfte sein.

Overload und Defizit

Noch nie war Kommunikation so vielfältig, schnell und unüberschaubar wie heute. Und dennoch beklagen viele Mitarbeiter ein Informationsdefizit. Ein Paradoxon? Nein, ganz im Gegenteil. Meist liegt im Unternehmen zwar ein Informationsüberfluss vor, was fehlt, ist jedoch ein gezielter, kanalisierter und echter dialogischer Austausch.

Nur, weil ein Beitrag im Intranet veröffentlicht wurde, wissen wir noch lange nicht, ob und wie dieser beim Mitarbeiter angekommen ist. Warum liest der Mitarbeiter den Beitrag überhaupt? Was geht in ihm beim Lesen vor? Auch wissen wir nicht, wenn die Kommentarfunktion nicht genutzt wurde, ob das eine lineare Erklärung dafür ist, dass der Beitrag besonders gut oder schlecht war.

Mehr Lust auf Zusammenarbeit

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2017 hat herausgefunden, dass ein reifes, digitales internes Kommunikationsangebot die Lust der Zusammenarbeit von Mitarbeitern erhöht. Dabei muss dieses Angebot intuitiv bedienbar und von der Mehrheit akzeptiert sein.

Ein Beispiel für vorbildhafte Kommunikationssoftware der Gegenwart und Zukunft ist Slack. Slack sortiert eigene Kommunikationsaktivitäten übersichtlich in „Channels“ –und analysiert gleichzeitig die individuellen sowie die Team-Aktivitäten. Bekannte Unternehmen, die Slack nutzen, sind unter anderem die Los Angeles Times, die Harvard University, trivago und Süddeutsche Zeitung.

Change-Kommunikation 4.0

Was wir für unsere Kommunikationsarbeit im Change Management ableiten, ist: Eine lebendige, authentische und an die Perspektiven, Bedürfnisse und Gewohnheiten der Mitarbeiter orientierte Interne Kommunikation kann ein echter Schlüssel für Erfolg sein – vor allem in Veränderungsprozessen. Da das Kommunikationsverhalten in der digitalen Welt von heute viel diverser ist als früher, tut eine zukunftsorientierte Führungskraft gut daran, an den eigenen Kommunikationsfertigkeiten zu arbeiten und sich auf dem laufenden zu halten.

Grundsätzlich ist es hilfreich, sich in der Wahrnehmung des eigenen Stils zu schulen, sich Feedback einzuholen, zu reflektieren und im täglichen Doing mit den Mitarbeitern zu lernen. Erfolgreiche Führung stellt heute extrem hohe Ansprüche an die eigenen Kommunikationsfertigkeiten –  vor allem in Veränderungsprozessen, wenn Gefühle wie Angst, Wut oder Traurigkeit mit im Spiel sind. Wir regen Führungskräfte an, ihre Perspektiven zu weiten und setzen Impulse in Einzelcoachings und Workshops.

Gerade in generationsübergreifenden Team-Workshops ist zu beobachten, wie wichtig es sein kann, als Führungskraft in die Welt der jüngeren Mitarbeiter einzutauchen – und umgekehrt. Es schadet jedenfalls nachweislich nicht, schon einmal den Namen Fortnite gehört zu haben… 

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Hier kann man noch mehr zum Thema erfahren:

Hirschtec Intranet-Studie: https://interne-kommunikation.net/intranet-marktuebersicht-und-trends-2018-erschienen/

 

Etventure-Studie 2018 und Artikel über Unternehmen und ihre Selbsteinschätzung zum Thema Digitale Transformation

 

Über die psychologische Komponente von Fortnite ein interessanter Artikel hier: http://www.shrinktank.com/the-psychology-of-fortnite/

 

Über die populärkulturelle Komponente von Fortnite in der Süddeutschen Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/games-und-popkultur-der-tanz-der-superkiller-1.4053065

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Unsere Kooperationspartnerin Dr. Astrid Dobmeier ist Systemikerin und Kommunikationswissenschaftlerin. Sie ist spezialisiert auf die Begleitung von Veränderungsprozessen und Interne Change Kommunikation. Auf ihrem Online-Portal www.deselfie.de schreibt sie über Reflexion als Kernkompetenz der Gegenwart und Zukunft.

Veröffentlicht von Astrid Dobmeier.
 

Führung in Ausnahmesituationen: Wie Middle Manager Firmenübernahmen bewältigen

Sie sind besondere Herausforderungen für Führungskräfte: Firmenübernahmen, sogenannte Acquisitions. Eine Ausnahmesituation gerade für Team- und Abteilungsleiter. Denn sie arbeiten nahe an den operativen Themen und sind für ihre Mitarbeiter erste Ansprechpartner. Genau das kann schwierig sein: Denn über ihre eigene Rolle nach der Übernahme sind sie oft selbst nicht informiert – und müssen dennoch Stabilität vermitteln im beunruhigten Team.

Eine brodelnde Gerüchteküche und kaum verlässliche Informationen: Acquisitions bedeuten Führen in großer Unsicherheit

Mitarbeiter erleben bei Übernahmen einen „Identity Threat“: Die eigene Identität ist bedroht, die Rolle im Beruf unklar – und mit ihr unter Umständen auch die finanzielle Planungssicherheit. Das kann existenzbedrohend werden, wenn ein Kredit abbezahlt werden muss oder die Familie nicht ohne Weiteres umziehen könnte. Diese Sorgen erlebt die mittlere Führungsebene hautnah und muss darauf empathisch reagieren. 

Manager selbst haben zwar nicht notwendigerweise diese existentiellen Sorgen. Auf zwei Seiten müssen sie dennoch permanent reagieren: Es ist für Middle Manager entscheidend, mit der eigenen Führungskraft eng abgestimmt und in gutem Kontakt zu sein – oder einen solchen aufzubauen, wenn sich die Ebene personell verändert hat. Und zugleich ist auch für sie selbst Vieles ungewiss: Ihr Netzwerk und ihre Reputation müssen sie bei einem Rollenwechsel unter Umständen wieder neu aufbauen.

Nichts Bestimmtes weiß man nicht – und jetzt?

Solche Integrationen bergen Risiken, aber auch großes Potential für Führungskräfte: Mit einem stabilen „Emotionen Management“ gelingt es, das Dilemma von Unsicherheit und Bedarf nach Antworten zu balancieren. Wir unterstützen beratend dabei: Mit der Gewissheit, relevante Informationen zu erhalten, die sie weitergeben können. So lässt sich der Identity Threat der Mitarbeiter besprechen und relativieren. 

Ein Marathon, kein Sprint

Was bedeutet das für unsere Kunden? Wir unterstützen Führungskräfte im mittleren Management dabei, sich zu ihren Erfahrungen auszutauschen, zu lernen, was bei anderen funktioniert, und mit sich selbst gelassen im Dilemma von Unsicherheit und Führungsrolle umzugehen. Coaching-Sessions können ebenso Elemente der Beratung sein wie Sprechzettel, formulierte Antworten auf Mitarbeiterfragen und Präsentationen für Team-Meetings oder Resilienz-Trainings. Die Sieben Phasen der Veränderung nach Streich lassen Führungskräfte verstehen, warum Mitarbeiter zunächst geschockt und ungläubig auf Neuigkeiten reagieren. Einsicht, Akzeptanz und mit viel Geduld und Ausprobieren gelingende Integration ist eine Langstrecken-Disziplin und kein kurzfristiger Sprint. Das kann dauern.

In dieser Übergangsphase können Führungskräfte in ihrer Kraft bleiben, wenn sie ihre eigenen Ressourcen und Netzwerke stärken und bewusst mit Abstand auf die Übernahme blicken. Das Ziel ist: Nicht ausbrennen, nicht müde werden angesichts all der Erwartungen. Manager, denen das gelingt, gehen gestärkt aus den Erfahrungen – und werden ihren Mitarbeitern bei der nächsten Fusion ein umso souveräneres Beispiel sein.

Veröffentlicht von Veronika Frankenberger.

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