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You can not be what you can not see

“You can´t be what you can´t see” – diese Grundannahme wurde mir bewusst durch verschiedene Aktivitäten, die ich zur Zeit abseits der großen Diskussion über Frauenquote und weibliche Vorstände und Aufsichtsräte im Netz beobachte. Drei Beispiele dazu:

·     Geena Davis erzählt beeindruckend von ihrem Werdegang und ihrer Motivation, in ihrem Leben etwas zu bewegen und eine erfolgreiche Schauspielerin zu werden. Während ihrer Karriere wird sie sich immer mehr bewusst, welches Frauenbild über die Medien vermittelt wird. Vor allem in den USA, die damit hunderte von Millionen Mädchen auf der ganzen Welt beeinflussen. Ihre Hypothese: einem Jungen wird in den Medien ein vielfältiges Bild gezeigt, was er alles werden und erreichen kann. Einem Mädchen werden nur 25% von diesen Möglichkeiten vermittelt – es wird mit einer deutlich eingeschränkteren Wirklichkeit von Frauen konfrontiert.

 

·     Sheryl Sandbergs Kooperation mit Getty Images unter dem Dach ihrer „Lean In“ Kampagne geht in die gleiche Richtung:„In den Medien werden berufstätige Frauen auf Bildern oft als überfordert oder krankhaft ehrgeizig dargestellt. Die Bildagentur Getty Images hat deswegen gemeinsam mit der Nonprofit-Organisation "Lean In" eine Sammlung mit neuen Bildern "dynamischer Frauen" zusammengestellt, um ein neues Frauenbild zu entwerfen.“  http://www.deutschlandfunk.de/lean-in-collection-neue-weibliche-vorbilder-schaffen.2016.de.html?dram:article_id=284116

Auch hier finde ich interessant, in meinem eigenen Wahrnehmungsfilter zu überprüfen, ob sich diese Hypothesen für mich bestätigen. Dabei fällt mir vor allem auf: wichtige Konferenzen und Kongresse sind überwiegend männlich besetzt. Frauen treten als Expertinnen oder als Rednerinnen viel weniger auf – vor allem in scheinbaren „Männer-Domänen“ wie Finanzen, Strategie, Controlling.  

 
·     Und noch eine dritte Aktivität fand ich spannend: die von „Always“ gestartete Kampagne “Like a girl“. Das ist zwar eine klar kommerziell ausgerichtete Kampagne, hat mir aber ins Bewusstsein gerufen, dass Aussprüche wie „Du wirfst wie ein Mädchen – Du läufst wie ein Mädchen u.ä.“ meistens mit einer subtilen Abwertung von männlichen Bezugspersonen wie Brüdern, Freunden, Vätern, Lehrern etc.  einher gehen. Hier fand ich das Video „Throw like a girl“  http://www.woman.at/a/likeagirl-kampagne-always-video als guten Anstoß über diese Sozialisationseinflüsse nachzudenken und diese Reflexion in die Coaching-Diskurse mit meinen weiblichen Klientinnen aufzunehmen.
Veröffentlicht von Dr. Eva Strasser.
 

Stressreport Deutschland 2012

Dieses Mal befassen wir uns mit dem Stressreport Deutschland 2012, welcher von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erstellt wurde.

Bei belastenden Faktoren am Arbeitsplatz landen auch 2012 wieder folgende Punkte auf den vorderen Rängen:

-          Starker Termin- /Leistungsdruck
-          Arbeitsunterbrechungen und Störungen
-          Multitasking
-          Monotonie

Positiv ist, dass die Zusammenarbeit untereinander, das Fühlen als Teil der Gemeinschaft am Arbeitsplatz und die Hilfestellung und Unterstützung durch Kollegen von jeweils 80% oder mehr Befragten als gut bewertet wurden.

59% der Befragten geben an, von ihren Vorgesetzten häufig Unterstützung zu erhalten. Das ist nicht schlecht, aber im EU-Durchschnitt liegen wir hier zurück.

 

Besonderes Augenmerk: Erholung muss wieder stärker in den Blick genommen werden. Viele der lang bzw. sehr lang arbeitenden Menschen lassen ihre Pausen ausfallen.

 

Für uns als Change Management-Beratung am interessantesten: Der Vergleich häufiger psychischer Anforderungen in Organisationen mit/ohne Restrukturierungen

Der Anteil der Menschen, die von häufigen belastenden Faktoren (oben genannt) und von häufigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen (z.B. Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen) berichten, ist in den Organisationen mit Restrukturierung höher.
Zitat aus der Zusammenfassung des Gesundheitsreports:

„Bei der Planung von Veränderungsprozessen ist es daher notwendig, die entscheidenden Schlüsselgruppen (z.B. Management, Mitarbeitervertretungen und Berater) besser auf ihre Aufgabe im Reorganisationsprozess vorzubereiten.“


Quelle beider Dokumenten: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin


Veröffentlicht von Verena Neumayer.

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